Hormone
Cortisol (morgens) verstehen
Stresshormon — wichtigster Übertrainings- und Burnout-Marker
Referenzwerte für Cortisol (morgens)
Einheit: nmol/l. Funktionelle Optimalwerte orientieren sich an OptimalDX / NORIP / Peter Attia — bewusst enger als die deutsche Durchschnittsnorm.
Warum Cortisol (morgens) wichtig ist
Chronisch erhöhter Cortisol (>18 µg/dl): senkt Testosteron, beeinträchtigt Immunfunktion, erhöht Insulinresistenz, hemmt Schilddrüsenfunktion. Dauerhaft niedrig (<10): Nebenniereninsuffizienz prüfen. Cortisol/DHEA-S-Ratio = bester Übertraining-Marker.
Für Sportler & aktive Menschen
Relevanz: Absolut kritisch — Übertraining ohne diesen Wert nicht diagnostizierbar
Die Physiologie dahinter
Cortisol:Testosteron-Ratio: wenn Cortisol hoch und T niedrig = Übertraining. Trainingsvolumen sofort reduzieren.
Ansatzpunkte bei Cortisol (morgens)
- Schlaf priorisieren: wichtigster Cortisol-Regulationsfaktor
- Ashwagandha 600mg/Tag: nachgewiesene Cortisol-Senkung in RCTs
- Koffein-Timing: kein Kaffee in ersten 90min nach Aufwachen
- Trainingsbelastung periodisieren: Übertraining erhöht chronischen Cortisol
Allgemeine edukative Hebel — keine individuelle Empfehlung. Veränderungen und Supplementierung im Zweifel mit einer Ärztin / einem Arzt besprechen.
Zusammenhänge mit anderen Werten
- DHEA-S: Cortisol/DHEA-S-Ratio steigt bei chronischem Stress — Goldstandard-Stressmarker
- Testosteron (gesamt): Beide teilen Pregnenolon als Vorläufer — Stress verschiebt Produktion zu Cortisol
- Nüchterninsulin: Chronisch erhöhter Cortisol induziert Insulinresistenz durch Glukoneogenese-Stimulation
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Weitere Marker: Hormone
Diese Information ist rein edukativ und ersetzt keine ärztliche Diagnose. Einzelne Werte immer im Kontext des gesamten Blutbilds und der persönlichen Situation bewerten.